Ob Lagerung, Versand oder innerbetrieblicher Transport: Stretchfolie sorgt dafür, dass Waren sicher auf der Palette bleiben. Doch Folie ist nicht gleich Folie. Je nach Ladung, Versandvolumen, Verpackungstechnik und Lagerbedingungen gibt es unterschiedliche Lösungen.
In diesem Artikel zeigen wir dir die wichtigsten Stretchfolienarten, erklären typische Einsatzbereiche und geben praktische Tipps für eine sichere Palettenverpackung.
Warum die richtige Stretchfolie so wichtig ist
Die passende Stretchfolie schützt deine Ware nicht nur vor Verrutschen, Staub und Feuchtigkeit. Sie kann auch Verpackungsprozesse beschleunigen, Material einsparen und die Sicherheit beim Transport deutlich verbessern.
Ideal für kleinere Verpackungsmengen, Kommissionierplätze oder gelegentliche Palettensicherung. Sie wird manuell verarbeitet und benötigt keine Maschine.
Geeignet für Unternehmen mit hohem Palettenaufkommen. Sie wird mit Stretchwicklern verarbeitet und ermöglicht effiziente, gleichmäßige Wickelprozesse.
Eine besonders dehnbare Maschinenfolie für Wickler mit Vorrecksystem. Sie kann den Folienverbrauch pro Palette deutlich reduzieren.
Diese Folie wurde bereits bei der Herstellung gedehnt. Dadurch ist sie besonders leicht zu verarbeiten und spart Material.
Schützt vor neugierigen Blicken, unterstützt die Lagerorganisation und kann hochwertige Ware sichtgeschützt verpacken.
Für Produkte, die belüftet werden müssen, oder für besondere Anforderungen wie Korrosionsschutz und UV-Beständigkeit.

Handstretchfolie ist der Klassiker für kleinere Verpackungsmengen. Sie wird manuell um die Palette gewickelt und eignet sich besonders für Unternehmen mit geringem bis mittlerem Palettenaufkommen.
Auch an Kommissionierplätzen ist sie praktisch, wenn einzelne Paletten schnell und unkompliziert gesichert werden müssen. Da keine Maschine benötigt wird, ist Handstretchfolie sofort einsatzbereit und besonders flexibel im Alltag.
Vorteile:
Praxis-Tipp:
Nutze passende Handabroller, um die Verarbeitung ergonomischer zu gestalten und deine Mitarbeitenden zu entlasten.

Standard, 500 mm Breite, 16 my Stärke, 250 m Länge

Standard, 500 mm Breite, 23 my Stärke, 300 m Länge

Breite 500 Standard, 500 mm Breite, 20 my Stärke, 270 m Länge

Breite 500 mm

Standard, 500 mm Breite, 17 my Stärke, 300 m Länge

Standard, 435 mm Breite, 9 my Stärke, 600 m Länge

Standard, 500 mm Breite, 17 my Stärke, 300 m Länge

Standard, 500 mm Breite, 20 my Stärke, 270 m Länge

Wenn täglich viele Paletten verpackt werden, lohnt sich der Einsatz von Stretchwicklern. Maschinenstretchfolie ist für automatisierte oder halbautomatische Wickelprozesse ausgelegt und wird auf größeren Rollen verarbeitet.
Der Vorteil liegt vor allem in der gleichmäßigen Wicklung, der höheren Prozessgeschwindigkeit und dem reduzierten manuellen Aufwand. Besonders in Industrie, Logistik und Versandzentren kann Maschinenstretchfolie helfen, Verpackungsprozesse effizienter zu gestalten.
Power-Stretchfolie:
Eine besondere Variante ist Power-Stretchfolie. Sie ist für Maschinen mit Vorrecksystem geeignet und kann — je nach Folie und Maschine — sehr stark gedehnt werden. Dadurch sinkt der Materialverbrauch pro Palette, während die Ladung trotzdem sicher fixiert bleibt.
Geeignet für:

Transparent, Breite 500 mm, Kern 76 mm, Stärke 17my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Kern 76 mm, Stärke 20my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Kern 76 mm, Stärke 12my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Stärke 12 my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Stärke 15 my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Kern 76 mm, Stärke 17my, 35% Recyclinganteil

Transparent, Breite 500 mm, Kern 76 mm, Stärke 20my, 35% Recyclinganteil

Vorgereckte Stretchfolie, auch Pre-Stretch-Folie genannt, wurde bereits während der Herstellung gedehnt. Dadurch muss beim Einwickeln deutlich weniger Kraft aufgewendet werden, um eine stabile Ladungssicherung zu erreichen.
Sie ist besonders angenehm in der Handhabung und kann dabei helfen, den Folienverbrauch zu reduzieren. Das macht sie interessant für Unternehmen, die manuelle Verpackungsprozesse ergonomischer gestalten und gleichzeitig Material einsparen möchten.
Ideal für:
Schwarze Stretchfolie ist blickdicht und schützt hochwertige Waren vor neugierigen Blicken. Dadurch kann sie auch das Diebstahlrisiko reduzieren.
Farbige Folien helfen bei der optischen Organisation im Lager. Zum Beispiel kann Blau für Exportware und Rot für Expresssendungen verwendet werden.
Gelochte Folie sorgt für Luftzirkulation und eignet sich für Produkte, die nicht luftdicht verpackt werden dürfen.
VCI-Stretchfolie enthält Korrosionsschutzmittel und schützt Metallteile während Lagerung und Transport vor Rost.
UV-stabilisierte Folie eignet sich für Paletten, die längere Zeit im Freien gelagert werden und Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Stretchfolien unterscheiden sich nicht nur im Einsatzbereich, sondern auch in der Herstellung. Zwei wichtige Varianten sind Cast-Folie und Blasfolie.
Cast-Folie wird im Gießverfahren hergestellt. Sie lässt sich meist sehr gleichmäßig verarbeiten und eignet sich besonders gut für Anwendungen, bei denen eine hohe Laufruhe und gute Dehnbarkeit gefragt sind. Gerade in Kombination mit maschineller Vorreckung kann sie sehr effizient eingesetzt werden.
Blasfolie wird im Blasverfahren produziert und ist in der Regel besonders robust, reißfest und durchstoßfest. Je nach Anwendung kann dadurch auch eine dünnere Folienstärke ausreichen, um die gewünschte Stabilität zu erreichen.
Welche Variante ökologisch sinnvoller ist, hängt stark vom konkreten Einsatz ab. Entscheidend sind vor allem Materialverbrauch, Folienstärke, Verarbeitung, Recyclingfähigkeit und die sortenreine Sammlung nach Gebrauch.
Eine sichere Palette beginnt mit einer stabilen Basis. Die Folie sollte am Palettenfuß fixiert werden, damit Ware und Ladungsträger eine feste Einheit bilden.
Während des Wickelns ist eine konstante Spannung wichtig. Nur so kann die Stretchfolie ihre Rückstellkraft nutzen und die Ware zuverlässig zusammenhalten. Achte außerdem darauf, dass sich die einzelnen Folienbahnen ausreichend überlappen. So vermeidest du Schwachstellen in der Folienwicklung.
Den Abschluss bildet eine saubere Kopfwicklung. Sie fixiert den oberen Bereich der Ladung und kann bei Bedarf mit einer Deckblattfolie ergänzt werden, um die Ware zusätzlich vor Staub und Nässe zu schützen.
Ist der Ladungsträger unbeschädigt, trocken und sauber?
Prüfe vor dem Verpacken, ob die Palette stabil, trocken und frei von Öl, Schmutz oder Beschädigungen ist. Nur ein intakter Ladungsträger bietet eine sichere Basis.
Sind schwere Kartons unten und leichtere Kartons oben gestapelt?
Schwere Packstücke sollten immer die Basis bilden. Leichtere oder empfindlichere Waren gehören nach oben, damit die Ladung während Transport und Lagerung stabil bleibt.
Ist die Ladung bündig und möglichst ohne große Lücken aufgebaut?
Eine gleichmäßig gestapelte Palette lässt sich besser sichern. Große Zwischenräume oder überstehende Kartons können die Stabilität der gesamten Ladung beeinträchtigen.
Sind empfindliche oder scharfkantige Waren mit Kantenschutz gesichert?
Kantenschutzwinkel helfen, Druckstellen an der Ware zu vermeiden und verhindern, dass scharfe Kanten die Stretchfolie beschädigen.
Ist die Folie sicher am Palettenfuß fixiert?
Beginne mit der Fußwicklung und befestige die Folie stabil am unteren Bereich der Palette. So entsteht eine feste Verbindung zwischen Ware und Ladungsträger.
Wurde der untere Bereich mehrfach fest umwickelt?
Der Bereich aus Palette und Ware sollte mehrfach umwickelt werden. Diese Basiswicklung ist entscheidend für die Stabilität der gesamten Ladung.
Wird die Folie mit gleichmäßiger Spannung nach oben geführt?
Eine konstante Folien-Spannung sorgt dafür, dass die Stretchfolie ihre Rückstellkraft optimal nutzen kann und die Ware zuverlässig zusammenhält.
Überlappen sich die Folienbahnen ausreichend?
Die einzelnen Folienbahnen sollten sich deutlich überlappen. So entstehen keine Schwachstellen in der Folienwicklung.
Wurde der obere Bereich der Ladung sauber umwickelt?
Die Kopfwicklung fixiert den oberen Teil der Palette. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Deckblatt verwendet werden, um die Ware vor Staub, Schmutz oder Feuchtigkeit zu schützen.
Übt die Folie spürbaren Druck auf die Ware aus?
Die Folie sollte die Ware stabil zusammenhalten, sie aber nicht beschädigen oder eindrücken. Entscheidend ist eine gleichmäßige Rückstellkraft.
Ist das Folienende sauber fixiert?
Das Folienende sollte glatt angestrichen oder sicher befestigt werden, damit es sich beim Transport nicht löst.
Sind die Einfahröffnungen der Palette frei?
Achte darauf, dass keine Folie in die Einfahröffnungen hängt. So können Hubwagen oder Gabelstapler die Palette aufnehmen, ohne die Folie aufzureißen.
Kann die Palette sicher transportiert werden?
Prüfe abschließend, ob die Ladung stabil steht, nicht verrutscht und die Palette problemlos bewegt werden kann.
Die Wahl der passenden Stretchfolie hängt von mehreren Faktoren ab: Versandvolumen, Art der Ware, Verpackungstechnik, Lagerbedingungen und Budget.
Für kleinere Mengen ist Handstretchfolie oft völlig ausreichend. Bei hohem Palettenaufkommen kann Maschinenstretchfolie Prozesse deutlich effizienter machen. Vorgereckte Folien helfen beim Materialeinsparen, während farbige, schwarze, gelochte oder spezielle Folien zusätzliche Anforderungen erfüllen — vom Sichtschutz bis zum Korrosionsschutz.
Wer die passende Folie wählt und sauber wickelt, verbessert nicht nur die Ladungssicherung, sondern kann auch Zeit, Material und Kosten sparen.